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Projekttitel

17 Sep 2011 - 13:27 | Version 2 |

Projektbeschreibung

Notebook-Klassen am Erftgymnasium

Im Schuljahr 2006/07 haben wir als erste und bislang immer noch einzige Schule im Rhein-Erft-Kreis eine so genannte Notebook-Klasse bilden können. Mittlerweile ist das Projekt trotz anfänglicher technischer Schwierigkeiten so erfolgreich und aus dem Schulalltag am Erftgymnasium nicht mehr wegzudenken, dass wir bereits über vier Notebook-Klassen verfügen: 7c, 8c, 9c und 10c. Insgesamt sind alltäglich (bis auf einen notebook-freien Tag) rund 110 Geräte im Einsatz. Stör- und Geräteausfälle sind recht selten und können in meist kurzer Zeit behoben werden. Es stehen einige Geräte als Reserve für Notfälle bereit. Sie werden sich nun sicher fragen, was „Notebook-Klassen“ sind und warum das Erftgymnasium sie eingeführt hat. Im Folgenden wollen wir Sie darüber informieren. In Grundzügen werden wir Ihnen auch darlegen, wie die Kinder in den Notebook-Klassen arbeiten, was sie lernen, welche Materialien wir einsetzen und wie wir die Abläufe organisieren.

Warum Notebook-Klassen?

Notebooks sind heutzutage aus dem Berufs- und Arbeitsle­ben sowie aus den meisten Studienzwei­gen gar nicht mehr wegzudenken. Und wenn die Schule auf das Leben vorbereiten soll, dann … Sie sehen schon hier den ersten Ansatz für einen Einsatz von Notebooks im Schulleben. Viele werden sich aber fragen, ob denn die mittlerweile drei Computerräume am Erftgymnasium den Bedarf am Einsatz neuer Medien nicht hinreichend abdecken, zumal die allermeisten Kinder mittlerweile auch zu Hause „ihren“ Computer haben, an dem sie oft stundenlang sitzen (wenn auch nicht nur arbeiten). Grundsätzlich ist es wichtig, dass jeder einzelne Schüler (möglichst ständig) einen PC zur Verfügung hat und sich nicht zwei oder gar drei ein Gerät teilen müssen. Ferner sollte es in der Schule und zu Hause das gleiche Gerät sein, auf dem alle erforderlichen Programme sowie alle selbst erstellten Materialien jederzeit abrufbar sind. Eine umständliche und Zeit raubende Zusammenführung der Daten entfällt. Der Austausch von Materialien über das schulische Netzwerk ist blitzschnell erledigt. Das beflügelt die Arbeitshaltung und den Grad der Identifizierung mit dem Gerät.

Notebooks und Lernen

Notebooks helfen, alle kommunikativen Wege in der Schule (und zu Hause) zu verbessern und zu beschleunigen. Sie ermöglichen arbeitsteilige Gruppen- und Projektarbeit, wobei der einzelne Schüler eigenverantwortlich handelt. Kinder aus Notebook-Klassen erarbeiten den Lernstoff motivierter, selbstständiger, schneller, gründlicher und damit nachhaltiger. Notebook-Klassen bieten dem Schüler wie dem Lehrer individuellere Möglichkeiten eines schülerzentrierten und selbstgesteuerten Lernens und der handlungsorientierten Organisation des Lernens. Neben dem Lernergebnis steht auch der Lernprozess mit Methode und Medium stärker im Vordergrund. Notebooks verhelfen zu besserem Lesen, schnellerem Erfassen von Sachverhalten, zu höherwertigeren und umfangreicheren, besser strukturierten, formal anspruchsvolleren und stärker systematisierten Produkten (Darstellung und Präsentation). Wir halten den Einstieg ab Klasse 7 für vertretbar und richtig, wie die Erfahrungen an anderen Schulen eindrucksvoll bestätigt haben. Welche Lerninhalte vermitteln wir?

Alle Notebook-Klassen bewältigen grundsätzlich den gleichen Lernstoff wie die Parallelklassen, nutzen dabei aber andere Möglichkeiten, Methoden und Medien. Der „Mehrwert“ liegt pädagogisch, fachlich und methodisch in neuen Schlüsselqualifikationen, in der Verbindung der Fächer und des Fächer übergreifenden Arbeitens sowie in der Handhabung der Technik. Dennoch werden wir im Laufe der nächsten Zeit in den Hauptfächern D, M und E sowie in ausgewählten Nebenfächern ein spezielles Notebook-Curriculum erstellen. Vorläufige Überlegungen dazu gibt es bereits. Welche Materialien setzen wir ein?

Auf jedem Gerät sind die erforderlichen Programme (Word, Excel, Powerpoint, Lernprogramme und Nachschlagewerke) installiert. Auch ein schneller Internetzugang per DSL und WLAN (kabellos) wird ermöglicht. Das Notebook soll als normales Schreibgerät wie Füller oder Bleistift genutzt werden, als universelles Rechengerät, als Präsentationsmittel, als Gliederungs- und Ordnungsmittel, als Abspielgerät für Lernsoftware (CD, DVD) und als Mittel zur Informationsbeschaffung (Wörterbücher, Lexika, Internet). Notebooks können einzelne Bücher zumindest zeitweise ersetzen, so dass nicht unbedingt mehr Gewicht in die Schule transportiert werden muss. Durch die häufige Nutzung in der Schule und für die Hausaufgaben ergibt sich oft als angenehmer Nebeneffekt ein deutlicher Rückgang der „Spielleidenschaft“. Der Computer wird zunehmend als „Arbeitsgerät“ verstanden statt als reines Motivationsinstrument.

Wie organisieren wir die Klassen?

In Notebook-Klassen unterrichten nach Möglichkeit vor allem Lehrer, die sich mit dem Computer schon gut auskennen und die wichtigsten Programme beherrschen. Aber auch sie werden weiter lernfähig sein und sich den neuen Herausforderungen stellen müssen. Und das wollen sie auch. Der Unterricht wird ein wenig anders organisiert als in den Parallelklassen. Es gibt häufiger Blockungen (Doppelstunden, Projekttage, ggf. fächerübergreifende Projektwochen), um die Effizienz des Einsatzes zu erhöhen. Der tägliche Notebook-Anteil wird in Ausnahmefällen auch mal bis an die Leistungsgrenzen der Akkus gehen, meist aber auf etwa 2-3 Stunden beschränkt bleiben (plus nachmittags bis zu einer Stunde). Verschließbare Schränke ergänzen die „Hardware“. „Es stellt sich nicht mehr die Frage, ob wir das dürfen, sondern ob wir es unterlassen dürfen.“ (O-Ton Michael Kerber, stellvertretender Schulleiter an einem Gütersloher Gymnasium) Wir sind gespannt, ob Sie als Eltern diese Ansicht teilen und gegebenenfalls Interesse haben, Ihr Kind zur Notebook-Klasse anzumelden. Wir freuen uns darauf!

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Medienberichte

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